SOMMERURLAUB im Winter! Seit Dienstag bin ich in La Serena im “kleinen Norden” Chiles.
Hier hat es deutlich besseres Wetter als in Santiago und frische Luft! Es sind schätzungsweise um die 20° also trotz allem noch Pulloverwetter. Aber ich finde das sehr angegenehm.
Eigentlich wollte ich heute zur Isla de Damas im ‘Reserva Nacional de Pingüino de Humboldt’, aber der Trip wurde abgesagt, weil es wohl zu windig ist um mit den kleinen Booten über den Pazifik zu schippern. Schade… Langeweile kommt aber nicht auf. Das Hostel ist voll und ich habe gestern Merel, eine in Holland gebürtige Neuseeländerin kennengelernt und heute früh saßen auch plötzlich wieder die Franzosen, die mit mir von Paris nach Santiago geflogen sind an meinem Tisch! Die Welt ist so klein! Und meine Sprachkenntnisse werden immer mehr ausgebaut - in alle erdenklichen Richtungen! Ich kann jetzt auch auf holländisch fluchen “Jott verdammich nochmal!” hi hi… Ja, das ist schon lustig. Dafür fällt es mir grad schwer zwischen Spanisch und Englisch zu switchen. Gestern ist mir nicht mehr eingefallen, was “caballo” (Pferd) auf Englisch heißt…
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Und wo wir grad bei Hottehüs sind: Morgen begebe ich mich auf einen zweitägigen ‘paseo a caballo’ mit einer Nacht in den Anden im Zelt. Bin schon sehr gespannt! Vermutlich kann ich nach dem ersten Tag schon nicht mehr laufen… Deswegen werd ich gleich mal noch ein paar Kekse als Trost für mich und zur Bestechung meines Pferdes kaufen gehen. Ich glaub, nach dem Ritt lohnt es sich dann auch mal ne Waschmaschine anzuschmeißen. Bis jetzt komme ich sehr gut mit meinen Klamotten aus - sind ja auch mehr als genug da. Merel hat soeben auch Abschied von zwei bis drei Tops genommen. hi hi… gestern ist ein Australier in unser Zimmer eingezogen. Boah, der hatte solche Käsemauken!!! Daraufhin haben Merel und ich uns eine Schüssel Guacamole mit gaaaanz viel Knoblauch gemacht. Grins! Gerechtigkeit!
Oh und am Busbahnhof in Santiago (Wo ich übrigens geschlagene 2,5 Stunden auf den kack Bus gewartet habe!!!) hat mir Luis, ein Chilene aus Temuco im Süden, der aber in San Pedro de Atacama arbeitet (im Norden), erzählt, dass die Mapuche (Indios im Süden) Mapagandu (wie auch immer man das schreibt) sprechen und das die Sprache der Eingeborenen für deutschsprachige viel leichter zu verstehen sei als für Chilenen. Vielleicht wegen den deutschen Missionaren? Naja, hier im Norden heißen die Eingeborenen Atacameno oder Ayamaras. Apropo Norden, hätt ich ja fast vergessen zu erzählen:
Gestern Nacht war ich im Observatorio Mamalluco und habe mir einen kleinen Vortrag über die Sterne etc angehört. Und dann durften wir durch verschiedene Teleskope gucken. Total klasse! Man konnte sogar die Ringe vom Saturn sehen und kleine Galaxien! Uuuuund ich habe ein Foto vom Mond:
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Und es ist nahezu unmöglich hier irgendwo Postkarten zu kaufen!!! Ich glaub, sowas gibt’s hier einfach nicht… grummel. Eine Marktlücke. Vielleicht sollte ich ein paar schöne Fotos drucken lassen und mir ein paar Pesos dazu verdienen. ![]()