Mit einem Tag Verspätung aufgrund eines ausgebuchten Busses bin ich nun seit Montagabend (07.05.07) - via Luxus Offroader aus der Schweiz! (siehe Foto) - in Valparaíso. Nach meinen letzten gemütlichen und erholsamen Tagen in Cochiguaz-Colorado hat mich der städtische Trubel voll überrollt. Der Lärm, die Hektik, tausende von wuselnden Menschen und die deutlich schlechtere Luft haben mir etwas die (Urlaubs-)Laune verdorben und ich freue mich schon sehr auf die Hazienda Los Lingues… Dort bin ich wenigstens nich mehr so eingekerkert! Hier kann man noch nich mal wirklich schnell ans Meer oder den Strand.
Alles zubetoniert oder von der Marine eingezäunt.
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Nichtsdestotrotz gibt es auch in “Valpo” viel Neues zu entdecken. Ich gehe jeden Morgen ein paar Stunden in die Sprachschule und habe eine excellente 1:1 Betreuung. Alejandra ist für die Grammatik zuständig und Alejandro, der Poet (ausdrücklich betont bitte!), für die “Conversación”. Am Mittwoch sind wir durch die Stadt gegangen und ich musste mit Mikro und Videokamera vier Leute interviewen… So ‘was liebe ich ja auch. Ich kam mir vor wie Karla Kolumni von Benjamin Blümchen!
Kurz zur Stadt: Valparaíso ist ansich eine sehr interessante und schöne Stadt, aber auch ziemlich chaotisch. 2003 wurde der historische Stadtkern aufgrund seiner besonderen Architektur von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Man könnte unzählige Fotos schiessen und man sieht auch ständig (meistens junge) Leute, die irgendwo mit einem Zeichenblock hocken und malen oder zeichnen. Es gibt viele kleine Läden mit Kunsthandwerk und aber leider auch viele Taschendiebe, was meinen Unternehmungsdrang hier nicht wirklich steigert.
Am Dienstag bin ich mit dem Bus nach Vina del Mar, den Nachbarort, gefahren und hatte mindestens 5 Herzinfarkte! Erstens hat mich der Busfahrer bei meiner ersten Fahrt beschissen und 800 Pesos (~1,10 €) abgeknöpft und zweitens fahren die wie die Henker! Den Fahrpreis konnte ich im Laufe des tages dann über 400, auf 360 bis schließlich zum Studentenpreis von nur 130 Pesos (0,20 €) verbessern! Man darf halt nicht so touristisch nach dem Preis fragen.. Feste Haltestellen gibt es auch nicht. Man muss dem Busfahrer winken, damit er hält und ein- und aussteigen kann man nahezu überall: in jeder Straße, mitten auf der Kreuzung etc. Ach ja und die ‘minimale’ Stadtgeschwindigkeit liegt ca. bei 70kmh, vom Hupkonzert ganz zu schweigen. Südamerika eben
Heute habe ich mein “Bewegungsprogramm” nach draußen verlegt und bin zig von den tausend Treppen hier rauf und runter gejumpt, um ein paar Fotos zu machen. Das Wetter war allerdings nicht so richtig bluebird-mäßig. Die Straßen haben fast alle eine Neigung zwischen 30° und 45° und die meisten Boardsteine erreichen eine Höhe von 1m. Da ist es gleich viel interessanter auf dem Boardstein zu balancieren..
Eigentlich habe ich für morgen noch Hausaufgaben auf…. igittigitt. Die Grammatikübungen gehen ja immer schnell, aber Texte schreiben. Brrrrr…. Das brauch immer eine lange moralische Anlaufphase. (Nich wahr, mama? :))