Gestern Nachmittag gab es ein kleines Rodeo-Training im sogennanten “Medialuna” der Hazienda Los Lingues. Medialuna ist ein rundes Choral in dem ein Teil durch zwei große Tore abgesperrt werden kann, dann sieht es aus wie ein Halbmond (daher auch der Name). Es waren ein paar “Gast-Huasos” (Huaso = chilenischer Cowboy) da und es wurden extra zwei “Novillos” (Jungstiere) hergeschafft.
Das chilenische Rodeo gibt es schon seit über 400 Jahren und seit 1962 gilt es neben der ebenfalls sehr beliebten Sportart Fußball als Nationalsport in Chile. Ziel des Rodeos ist es, dass die zwei Huasos den Jungstier mit verschiedenen Techniken für die es verschieden hohe Wertungen gibt, in einer Zone die sich “atajada” nennt, zum Stehen bringen. Diese Zone besteht aus einigen Polstern gegen die der Stier gedrückt wird, so dass er nicht mehr weglaufen kann. Dafür übt man übrigens auch das Seitwärtsreiten!
Schwierig zu erklären… schaut euch einfach die Fotos an. Ich versuch mal im ‘Portal Oficial Federaciones del Rodeo y de Criadores de Caballos Chilenos’ weiter zu recherchieren.
Grad bin ich zu müde dazu. Hab’ bis eben gearbeitet, da heute eeeeeeendlich die Supermarktsachen angekommen sind und danach 40 Kilo Pollo (Hähnchen). Die Pollos mussten dann noch portioniert und gewogen werden. Bäh.. glipschiges Hühnchen! Später hat mich Juan-Ramon in der Bodega besucht und wir haben meine beiden letzten Dosenbierchen getrunken.
Heute war auch das Revanche-Spiel gegen die Carabineros und sie haben schon wieder verloren. Diesmal 10:7! Vielleicht kann ich morgen wieder ein bißchen Ingrata ärgern. Oh und ich darf nicht vergessen anzukündigen, dass ich Sonntag bis Dienstag (oder so) nach Santiago will. Feiern….
ja ja ja ja ja
Nochmal zum Rodeo: Einer der Jungbullen hat es geschafft, dass er in seiner Panik über die Brüstung des Chorals gesprungen ist und sie dabei auch gleich ein wenig zerstört hat (siehe oben). Ich hätte nicht gedacht, dass so ein schweres Vieh so hoch springen kann! Dann wollte ich Fotos davon machen wie sie den Stier über die Wiese jagen um ihn wieder einzufangen, aber dazu musste ich an dem Choral vorbei, wo der andere Stier gerade “Pause” hatte. Der war aber noch ganz hitzig und hat mich am Zaun verfolgt und angeschnaubt. Da bin ich schnell wieder auf die Tribüne geflüchtet bevor der auch noch durch den Zaun gebraust kommt! Peligroso! Der ältere Herr auf dem schwarzen Pferd (siehe Bildreihe zwei) ist übrigens schon über 70! Sein Sohn, der jüngere Mann auf einem schwarzen Pferd, ist auch Huaso und hat sein Pferd fleißig ins schwitzen gebracht.
