Passend zum importierten Mittagsschmaus hat es gestern die Hügel hier beschneit! Heut mittag gab es also Klöße und Rotkohl, der hase ist entkommen… Meine chilenischen Kollegen haben sich etwas gescheut vor dem fremdländischen Essen, aber zwei haben sich getraut zu probieren. Pati schmeckt der Rotkrautsalat sehr gut und Yonattan findet die Klöße interessant. Und es ist die Hölle jemanden auf spanisch zu erklären, was ein Kloß ist! Kloß ist Kloß, gemacht aus Kartoffeln. Fertig! Schmeckt aber anders als Kartoffeln! hi hi Ich habe sogar original Thüringer Klöße mit in Butter angebratenen Weißbrotwürfeln gemacht, wenn schon der Braten und die Sauce fehlen, dann wenigstens das.
Fotos werden nachgereicht… zuerst muss ich die Klöße verdauen. Ich glaub, dieses Wochenende ist wieder großes Familytreffen auf Los Lingues angesagt. Beim letzten Mal bin ich da in den Geburtstagskaffe eines Schwager oder ähnlichem reingerutscht. War sehr interessant und ich hab nix verstanden. Alle 20 Leute labern kreuz und quer durcheinander, lachen, schreien, jubeln… hilfe!
Morgen geht’s wieder auf den Tenniscourt. Diesmal mit Mitchell. Jota und Ramón sind noch frustriert von der 6:0 Schlappe
Montag, 25.06.07 20:30, Nachtrag zum Wochenendegeschehen und Bilder!!!
Al primero: Das Familytreffen ist überstanden und ich bin diesmal nur in eine “Cabalgata” reingerutscht. Das war zu ertragen..
Allerdings musste ich fremdreiten, nicht auf Ingrata, sondern auf einer kleinen schwarzen Stute. Sie war sehr tapfer und auf dem Rükweg hat ordentlich ihr Magen geknurrt. Meine Begleiter waren Luis (Sohn von Germán papa), la Senora Maria Helena (Tochter von Germán papa), Don Filípe (Mann von Snr. M-E), viele Kinder und noch ein anderes Ehepaar. Wir sind mit 11 Pferden in die Berge rauf bis zum Schnee. Wobei Schnee in diesem Falle kleine gefrorene Schneefleckchen meint, ansonsten war der Weg größtenteils matschig… Hier scheint das aber schon eine Attraktion zu sein, weil es normalerweise in den vorderen Bergen gar nicht schneit. Senora Pati war jedenfalls sehr entrüstet, dass ich kein Foto vom Schnee gemacht habe… hi hi
Sonntag habe ich beschlossen meine Patagonien-Ausrüstung zu testen und bin mit Rucksack, Stöcken und Manschetten geradeaus über vier Berge marschiert. Der Ausblick hier ist einfach fantastisch! Zurück musst ich mich ein wenig sputen, weil die Sonne hier immer ziemich schnell untergeht, aber auch die Stirnlampe will ja getestet sein.. ![]()
Nach meinem Ausflug wurd ich von Germán Arturo zu Luis (Germáns Bruder) und Andrea (seine Freundin) in ihr Haus hier auf der Hazienda eingeladen und wir haben gemütlich am Kamin gesessen und Brot mit Tomate und Avocado gegessen. Dazu leckerer Rotwein und entspannende Afrikamusik. War ein sehr lustiger Abend.
Heute habe ich wieder Pferde geputzt und einen zweistündigen Ausflug mit Ingrata gemacht. Sie war zur Abwechslung mal sehr “willig” und ist sogar voller Elan und laut schnaubend bergauf gallopiert… Dabei sind wir allerdings auch mehr oder minder mitten durch zwei Büsche durch und danach hatte ich links und rechts am Sattel lauter Grünzeug.
Gestern mittag habe ich meine Siesta bei den Pferden verbracht und beobachtet, wie sie sich, wenn sie vollgefressen sind an Ort und Stelle entweder in den Matsch oder in die Heureste plumpsen lassen, rumwälzen und entweder schnarchend-schnaubend auf der Seite liegen oder sich wie ein Hund zusammenrollen wobei sie ihren Kopf auf der Nase abstützen. (Schwierig zu erklären.) Und pupsen tun sie auch alle ganz gern. Lustige Pferde sind das hier in Chile! Gelegentlich beißen sie sich beim Fressen auch gegenseitig in den Hintern, dann quiekt das gebissene Pferd wie ein Schwein und schlägt nach hinten aus.
Heut nachmittag fand dann endlich das Tennismatch statt. Mitchel und ich haben 2 Stunden gespielt und es steht immer noch unentschieden. 7:5 - 5:7 - 1:1 …dann ging die Sonne unter!
Wirst ja noch ein Tennis-As, wie Maren. Aber ist gut für die Figur, kannst also noch ein paar Klöße verspeisen.
Tja, und du wirst es nicht glauben, Koffer gepackt (ca. 27 kg, aber der Koffer wiegt ja schon fast 5)
Alles mal wieder auf’n letzten Drücker geschafft, nur spülen und Müll rausschaffen muss ich noch, selbst den Elektriker noch erledigt! Und was macht dein Heizöfchen?
Also dann bis die Tage…bei 12 Stunden Zeitunterschied auf der anderen Seite der Erde wird die Kommunikation etwas schwierig, eine von uns beiden schläft dann immer schon (Nachtschicht ?)
Viel Spass beim Tennis…..
Mir gefällt deine Pferdegeschichte. Solltest immer die Siesta im Stall machen. Kannste da wenigstens “alleine” sein?
Gestern vor der Prüfung hab ich im Botansichen Garten gesessen und konnte die die vier Vogelarten nennen, die da gesungen haben. Von den 1000 Pflanzen hätte ich nicht eine benennen können und das vor ner BOTANIKpüfung. Naja, hat ja trotzdem gut geklappt.
Tja ja, die lieben Tierchen hören immer zu und gehen einem meist nciht auf den Keks…!
Mein nächstes Tennismatch findet erst im Juli statt, die Dagmar ist grad im Urlaub. Können wohl dann auch mal zocken, wenn du wieder im Lande sein solltest! Bei deinem Training werd ich allerdings keine Schnitte bekommen, befürchte ich
Jopsi! Die Caroline ist eine Doktorin!!! Herzlichen Glückwunsch!!! “Püfung” schreibt man aber trotzdem mit “rrrr”!
hi hi
Der Ausritt mit 11 Pferden ist ja schon eine kleine Kavallerie. Vor dem Chilebesuch muß ich wohl noch Reitstunden nehmen.
Maren hatte FJ zum Tennismatch in Geseke gefordert. Sie haben nach 2 Sätzen unentschieden abgebrochen. FJ war ko, weil er mittags schon trainiert hatte.
Chuchi! Aloha Papa! Ein neuer Mit-Kommentarer! =)
Reiten lernt man hier schnell… aufsitzen und loshoppeln. hi hi Für einen Ausritt brauchst du nicht wirklich viel könen, weil das gelände meistens nur Schritttempo zulässt und man ja auch ein wenig die Aussicht genießen will.
Ich bin allerdings gerade mit einem laten Jauchzen auf Ingrata wieder die Berge hochgeprescht. Wir haben uns auf dem Rückweg etwas verritten. ich wollte diesmal links runter und durchs tal zurück. Also sind wir runter , haben einen bach gekreuzt und sind auf der anderen Seite wieder ein Stück rauf. Dort war dann ein Zaun! Toll! Also wieder zurück. Gelegentlich war es so steil, dass ich gelaufen bin und außerdem war da auch wieder so viel Gestrüpp, dass Ingrata alleine sich grad so durchschlängeln konnte. hi hi… zweimal hat sie die Schnauze voll gehabt und wollt nicht mehr weiter. Mit ein bißchen gut zureden ist sie dann doch irgendwann wieder mitgekommen. Und als hätten wir nicht schon genug gekämpft hat Ekique uns auch noch eingesperrt und ein Schloss an das Tor zur Lagune gemacht. Hi hi… da musste ich Ingrata kurz anbinden und zu den Ställen sprinten. Sie hat laut gewiehert als ich weg bin. hi hi
Puh… das war ja nun ein langer Kommentar..