Die letzte Woche ist angebrochen und mich kribbelt schon das Reisefieber… bevor es losgeht, nutze ich noch alle Gelegenheiten, die sich bieten, um die Region rund um die Hazienda und Santiago abzugrasen:
Gestern zum Beispiel, an einem verregneten grauen chilenischen Sonntag, wo man morgens am besten im warmen Bett bleibt und Bücher liest, wurde ich eingeladen das Weingut Santa Cruz zu besuchen, zusammen mit Germán Papa, Maria Elena Mama und Germán Sohnemann. Das Weingut Santa Cruz liegt etwa eine Fahrtstunde von Los Lingues entfernt und ist auch eine Station der Weinroute durch das Valle Colchagua. Bei Nieselregen und Sturmböen wurden wir von dem freundlichen „Eduardo“ in den Weinbergen empfangen. Er hat uns durch die Bodega geführt und ein bißchen über die Weine und ihre Herrstellung erzählt. Danach haben wir den „Besprechungssaal“ (siehe Bilder) besichtigt und noch eine kleine Tour durch die Geschichte der Weinherstellung bekommen. Probieren durften wir zum Schluss dann auch noch. Lecker! Es gab einen 2006er Chardonnay (glaub ich), schön fruchtig frisch und einen Gran Reserva, der war schon etwas feiner, aber auch trotz „Trockenheit“ noch sehr schmackhaft und leicht.
Das Weingut Santa Cruz produziert nur 200.000 Liter pro Jahr (? Das muss ich nochmal recherchieren…), wenig jedenfalls. Der Hauptteil der Trauben geht, nach der Auslese der besten Früchte für die Eigenproduktion, an Fabriken die billigeren Wein herstellen. Das besondere an der Bodega, wo die Weinfässer gelagert werden ist, dass das Haus direkt an den Berg gebaut ist und auf einer Seite des Raumes die pure Erde die Wand bildet. Das hilft, das Raumklima schön humid zu halten bei einer Temperatur von optimalerweise 17°.
Wer mehr wissen möchte: http://www.vinasantacruz.cl
