Archiv für September 2008

amanecer en Natales

Eigentlich steht man im Urlaub ja nicht zu so unchristlichen Zeiten auf, aber als ich rein zufällig um 6 Uhr früh das erste Mal in den neuen Tag hineingeblinzelt habe, bin ich fast aus dem Hochbett gefallen!!! Wow, nix wie raus aus den Federn, Hose an, Kamera schnappen und runter an den Strand rennen…. ein Puls von 200 und Endorphinausschüttung wie bei nem Fallschirmsprung (auch wenn ich noch nie einen gemacht habe, aber muss ähnlich sein. hi hi) – und das nur vom gucken, nicht vom zum Strand rennen!!! Was für ein Sart in den Tag! :) Feliz!

la Patagonia *hüpf-spring-freu*

uiii, da is der September schon fast wieder um. ahhh!!! Aber die Sonne scheint an einem strahlend blauen blauuuu blauuuuu blaaaaaauen patagonischen Himmel mit einem Pazifik-Anden-Pnorama der Extraklasse!!! Herrrrlisch, sag ich euch…Da tankt das Duracellhäschen wieder auf! Aber nun fangen wir mal von vorne an, nachdem ihr schonmal wisst, dass es mir gut geht und es soooooooooooooooo wunderbar schön hier ist hi hi…

Also nach den Empanada-reichen Feiertagen am Strand von Riñaca und Concon in Viña, war ich drei Tage lang „Tante Lina“ in Santiago. Der kleine Nahuel ist auf die Welt gekommen und fährt schon gelegentlich in seinem schicken ‘cochecito’, das mit mir einmal um die halbe Welt gereist ist, durch die Gegend. ;) Ausser Tante sein und im Winterschlussverkauf herumstöbern, habe ich nicht viel unternommen in Santiago. War alles ganz gemütlich und gesellig.

Am 24. September habe ich mich dann morgens um kurz nach acht mit meinen zwei Täschchen in die Metro gequetscht… rush hour ist echt eine schei** Zeit um zum Flughafen zu kommen. norf… die Metro ist sooooooo voll, unglaublich! Alle welt strömt in die Stadt und zur Arbeit. Die Wagons sind regelrecht vollgefropft und ich war ganz froh, dass ich einen rucksack auf dem rücken und meine tasche vorm bauch hatte, so blieb wenigstens ein bisschen platz zum atmen. echt krass.. die metrotüren schliessen sich und die leute kleben mit der backe an der scheibe. :) Hab’s aber geschafft und bin dann mit einer Gruppe von chilenischen Judo-kindern nach Punta Arenas geflogen. Neben mir sass der kleine Juan und hat mir die ganze Zeit irgendwas erzählt. War aber nett. Der Judoclub zahlt den Kindern die Reisekosten und so können sie zumindest innerhalb von Chile zu Turnieren fliegen und lernen gleichzeitig ihr Land kennen. Juan kam bspw aus Antofagasta im hohen Norden und flog nun zum ersten Mal ganz in den Süden nach Patagonien! Coole Aktion.

In Punta Arenas hab ich glücklicherweise noch den letzten Platz im Transferbus vom Flughafen zum Zentrum erwischt – auf dem Beifahrersitz vorne im Bus.. Puh, nach zwei Stunden Warterei gab’s auch endlich einen Bus nach Natales, so dass ich abends um 20 nach einer laaaangen Reise (2700km) endlich in meiner Lieblingshospedaje ‘Casa Lili’ angekommen bin. Hier war gleich wieder „Tante Lina“-Alarm… Auch Juan und Josefina haben Nachwuchs: die drei Monate alte Lili. Sie sieht ein bisschen aus wie ein rosa Michelinmännchen und dank der lieben tante Lina besitzt sie nun eine kushelige Fleecedecke mit Marienkäferoptik. :) Den ersten Abend haben wir gemütlich ein Filmchen geguckt, bevor ich mich am nächsten Tag mit Juan und Mauricio daran gemacht habe, die Zimmerchen für den kommenden Touristenansturm vorzubereiten. So werde ich wohl die nächsten paar tage ein bisschen mithandwerkeln und ausserdem den Garten fürs Camping herrichten: neuen Rasen sähen, die feuerstelle schick herrichten, Bäume schneiden, das Dach reparieren usw.

Donnerstag ist die Navimag wie gewohnt in den kleinen Hafen eingelaufen und ich habe wieder ein paar alte Kollegen getroffen. Mauricio Mimiza, einer meiner Chefs, hat sich sehr gefreut mich wiederzusehen und von dem Fotobuch geschwärmt. hi hi… nächsten Donnerstag will er mich zum Kaffee einladen. Diesen Do war ich abends mit den drei Chicas, die zur Zeit als Guides an Bord arbeiten, in der Bar Toore und wir haben viel gelacht und erzählt. Cristóbal der Besitzer der Bar hat mich auch gleich wieder erkannt… ähem..

Soooo und hier pfeift grad der Wind durch die Ritzen, da fröstelt’s trotz Sonnenschein. Brrr… Zeit für einen Tee und irgendeine Art von Betätigung. Vielleicht den Garten umgraben? Mal sehen.. :)

Liebe Grüße
das Linchen

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