Das Leben in Puerto Natales in Patagonien …ist immer noch schön!
Aber bald begebe ich mich wieder auf die Heimreise in die nördliche Hemisphäre unserer schönen Erde.
Die letzten zwei Wochen hatten wir überwiegend hervorragendes Wetter un viel Sonnenschein! Seit zwei Tagen gibt es einen kleinen Kälteeinbruch und es schneit, hagelt, stürmt und zum Schluss scheint doch immer wieder die Sonne. Aprilwetter! Heut früh bin ich aufgewacht und es hat geregnet und gestürmt. Brrrr… so lag ich eingemummelt in meinem Schlafsack und während ich mir überlegt habe wie ich möglichst schnell und ohne viel Gebibber ins Bad unter die warme Dusche komme, dachte ich, dass sich das Wassergeplätscher ganz schön realistisch anhört. Mit Brille auf der Nase, war dann auch schnell klar warum: das Fenster ist undicht! Der Wind drückt den Regen durch die Ritzen! Hmpf… also wurd die Dusche kurzfristig aufgeschoben und ich habe nach der Silikonspritze gesucht, aber nicht gefunden. Nagut, dann muss halt vorerst ein Bettlaken zum Wasserauffangen herhalten… naja, zum Glück hab ich ein kleines Öfchen in dem Zimmer. Hab dann schön geheizt, damit das Fenster gut abtrocknet und nich gammelt.
Abgesehen von diesen Spontan-Reparaturen, haben wir in der letzten Woche ein Stück vom Dach isoliert, die Deckenplatten wieder festgenagelt und den Rasen geschnitten – per Hand mit der Heckenschere! Ich dachte mir, ich seh mal den positiven Effekt und hoffe, die Heckenschere pept meine Fingermuskulatur etwas für den kommenden Kletterkurs auf… =) Da weiss ich nämlich auch noch nicht wie ich das überleben soll. Aber tschaka… wird schon. Si? no? Da igual, la vida sigue si o si!
Gestern war ich mich Johnny und Mauricio bei einem kleinen Theaterstück, „Ich will nicht sterben!“. Es ging um familiäre Gewalt, von der es leider viel gibt in Südamerika. Das 45-minütige Stück, aufgeführt von drei Chilenen(innen) soll die Menschen hier ermutigen, sich nicht alles gefallen zu lassen. Es wurde zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen und besonders die Frauen wurden ermutigt, Gewalt nicht zu verschweigen und zu verharmlosen. Sehr gute Aktion wie ich finde. Das Publikum gestern bestand hauptsächlich aus Militärs und Polizisten mit ihren Familien, sowie den wichtigen Persönlichkeiten von Natales.
Und damit wir die Tradition nicht vergessen, muss ich euch erneut von den Leckereien erzählen, die uns Johnny täglich zaubert! Johnny ist Koch und wird die kommende Saison in einem der Hotels im Nationalpark arbeiten. Zur Zeit wohnt er jedoch auch im Casa Lili und versorgt die ganze Belegschaft. Die Highlights der vergangenen Mahlzeiten waren zum Beispiel: ein riesen Sack frisch aus dem Meer gefischter Miesmuscheln (Chorros, Zapatos), roh und gekocht serviert! Noch besser war das Cerviche vom (ebenso frischen) Lachs! *sabber* roher Lachssalat mit Zwiebeln und einem Kräuterdressing… Dann gabs passend zu dem sch*** kalten Wetter einen superleckeren Guizo de lentejas (Linseneintopf) in Kombi mit meinem „Ensalada de Bete raga“ (Salat, Rote Beete, Tomate, Ei, Zwiebel, geriebene Möhre + Joghurt-Zitronen-Dressing). Mal sehen, was es heute für ein „Koch-Duell“ gibt!! Macht echt Spaß für so viele Leute zu kochen. Wir sind… mal eben durchzählen… ähm, meistens zwischen 6-8 Personen. Ausserdem: wer kocht, braucht nicht abwaschen! hi hi
Heute abend werde ich evtl. mal ins Hotel Indigo gehen und mich von Conny bekochen lassen oder einfach nur nen Pisco Sour mit ihr trinken. Conny hat die letzte Saison im Restaurant „Cielo de palos“ gearbeitet, zusammen mit Cristián. Die beiden haben mir viel geholfen in der Zeit, wo ich mein Praktikum geschmissen hatte und auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung war.
Tia… ansonsten ist hier alles ganz relaxt und ich lache mich oft über Iwok, den Chowchow im Casa Lili kaputt. Ein einziges niedliches Wollknäul… lol.
Bis bald… nos vemos pronto































