~ PAUSA ~

Ich möchte nicht gleich „the end“ schreiben, aber die Zeiten der Patiperra-Lina sind vorerst vorbei. Das heißt zwar nicht, dass ich nun häuslich werde und es keine lustigen, spannenden, überaschenden usw… Reiseabenteuer mehr gibt, jedoch scheint das Kapitel Chile für den Moment abgeschlossen. …auch wenn die Sehn- und Fernsucht in Gedanken weiterschmorrt. Man kann nicht alles (auf einmal) haben. 🙂

Nun möchte ich diesen Blog weder löschen noch mit anderen, nicht-chilenischen, Geschichten ergänzen. Deswegen danke ich an dieser Stelle zuersteinmal all den aufmerksamen und treuen Lesern, die mich in Gedanken auf meiner langen Reise begleitet haben und mir durch kleine, aber feine Anmerkungen häufig ein Stückchen Heimat, Freundschaft, Glückseeligkeit, Trost oder was gerade von Nöten war, um die halbe Welt geschickt haben. Da es wie gesagt, momentan leider keine weiteren Abenteuer meinerseits aus Patagonien & Co geben wird, wird dieser Blog hiermit als „geschlossen“ erklärt.

Nachlesen für neue und alte Urlauber, Freunde, Bekannte, Neugierige etc. ist natürlich nach wie vor erwünscht und erlaubt.

Auf dass ich bald mal wieder einen Fuss in die Weite Welt hinaus setzen kann…

Lina

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sin palabras

Arbeiten und doch nicht arbeiten uuuund Spass dabei…

Der Tag beginnt mit einem fetten Grinsen im Gesicht – auch wenn’s leider schon der letzte hier in Patagonien ist (vorerst!). hi hi…

Hab ich eigentlich schon erzählt, dass die Puerto Eden (Navimag-Schiff) seit Samstag hier im Hafen liegt? Die alte Schüssel hatte einen Motorschaden und ist gar nicht erst bis Puerto Montt gekommen, sondern musste schon in der englischen Meerenge wieder kehrt machen. Nun werden ersatzteile aus Deutschland bestellt, hi hi, ein neuer Kolben wird benötigt… und da good old germany nicht grad in der Nachbarschaft liegt, dümpelt das Schiffchen nun schon die ganze Woche hier vor sich hin. Gut für mich, weil so habe ich Gelegenheit der Crew noch ein wenig auf den keks zu gehen!
Gestern war Kulturtag: morgens bin ich mit Beatrix und Carola, den beiden Guides, im Kaweskarmuseum gewesen. Danach hab ich einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht und meine Lieblingsagenturen und -läden abgeklappert – so wie letzten Sommer als Guide von Navimag. Es ist wirklich erstaunlich wieviele Leute mich wiedererkennen. Fast schon erschreckend, aber Puerto Natales ist eben ein Dorf! Jedenfalls hat’s mich in den Fingern gekribbelt und ich habe überall gesagt, dass ich von navimag komme und aktuelle Infos, Flyer, Broschüren etc. für unsere Guides an Bord suche. Da wird man dann eh gleich mit offenen Armen empfangen- ich mach schlielich Werbung für die Leute. Im Patagonia Dulce konnte ich so einen leckeren Espresso abstauben und außerdem habe ich viele neue Fans von meinem Fotobuch. Juan meint, ich soll daraus einen Bildband machen und das hier verkaufen… schenkt mir jemand Zeit???
Zurück zum Touribusiness: im Hotel Indigo wurde ich mit der Marketing-Leiterin auf eine Hoteltour geschickt und durfte mir verschiedene Zimmer (unter anderem die Suite) und den Spa-bereich anschauen. Ganz ehrlich ich habe nur nach Prospekten gefragt!!! Die gute Frau hat sich jedenfalls sehr viel Mühe gegeben und wir waren auch bei den Jakuzis auf der Dachterasse, haben uns über den Architekten unterhalten und über das neue Hotelkonzept. Bin also nun Expertin in diesem Fall. Bepackt mit Flyern, Postkarten und Broschüren bin ich in der Hotelbar über Rodrigo gestolpert, der mich dann zu Coni und Cristian in die Küche geschickt hat, damit die beiden sich in meinem Fotobuch bewundern können. Wie wär’s wenn ich nächste Saison als Restaurantchefin anheuer… grins „La vida es bella!“

Leider musste ich die Einladung der Marketing-Frau zu einem Pisco Sour in der Hotelbar sausen lassen, weil ich mit Carola zum Pizza essen verabredet war. Man kann allerdings nicht sagen, dass es uns dabei schlecht erging… (siehe Bilder). Danach gab’s Homecine auf dem Boot und eine Flasche Rotwein vom Kapitän spendiert. 🙂 Wir haben „das Leben ist schön“ mit dem italienischen Schauspieler Roberto Benigni geschaut. Schöner und trauriger Film. Schluchz…

Ah ja und von meinen Heimwerkeleien muss ich auch noch berichten. Selbst ist die Frau. Wie schonmal erwähnt schlafe ich in einem Hochbett und gestern morgen beim frühst-nochmal-rumdrehen, sind plötzlich drei Streben vom Lattenrost (der hier aus einzelnen Holzlatten, die im Rahmen liegen besteht) herabgepurzelt. Wahhhh! Concha de tu madre… was ein Schock am so früh am Tag. Nach einer kurzen Schrecksekunde und einem Kaffee, habe ich dann die Statik des Bettrahmens etwas verbessert bzw. wieder hergestellt und nun schläft’s sich wieder fein. 😉

Gähn… heut früh steht nach dem Tasche packen ein Ausritt auf den Hügel Dorotea an – mit dem Kapitän und den beiden Guides. Ich hoffe, die Sonne kommt noch raus. bis jetzt ist es recht bewölkt…
Noch ein halbes Stündchen, dann habe ich ein Meeting mit der Besitzerin von Indomita und Anadingsda. Indomita organisiert Kanu-/Kayakausflüge und -trekkings und Kelly wird mir ihr neues Programm für diese Saison vorstellen. Vielleicht gibt’s auch wieder schöne Poster wie letztes Jahr. So ein schönes Panorama von einem Gletscher oder so…

Ich will nicht nach Hause! hmpf 😦

la vida en la patagonia

Das Leben in Puerto Natales in Patagonien …ist immer noch schön! 🙂 Aber bald begebe ich mich wieder auf die Heimreise in die nördliche Hemisphäre unserer schönen Erde.

Die letzten zwei Wochen hatten wir überwiegend hervorragendes Wetter un viel Sonnenschein! Seit zwei Tagen gibt es einen kleinen Kälteeinbruch und es schneit, hagelt, stürmt und zum Schluss scheint doch immer wieder die Sonne. Aprilwetter! Heut früh bin ich aufgewacht und es hat geregnet und gestürmt. Brrrr… so lag ich eingemummelt in meinem Schlafsack und während ich mir überlegt habe wie ich möglichst schnell und ohne viel Gebibber ins Bad unter die warme Dusche komme, dachte ich, dass sich das Wassergeplätscher ganz schön realistisch anhört. Mit Brille auf der Nase, war dann auch schnell klar warum: das Fenster ist undicht! Der Wind drückt den Regen durch die Ritzen! Hmpf… also wurd die Dusche kurzfristig aufgeschoben und ich habe nach der Silikonspritze gesucht, aber nicht gefunden. Nagut, dann muss halt vorerst ein Bettlaken zum Wasserauffangen herhalten… naja, zum Glück hab ich ein kleines Öfchen in dem Zimmer. Hab dann schön geheizt, damit das Fenster gut abtrocknet und nich gammelt.

Abgesehen von diesen Spontan-Reparaturen, haben wir in der letzten Woche ein Stück vom Dach isoliert, die Deckenplatten wieder festgenagelt und den Rasen geschnitten – per Hand mit der Heckenschere! Ich dachte mir, ich seh mal den positiven Effekt und hoffe, die Heckenschere pept meine Fingermuskulatur etwas für den kommenden Kletterkurs auf… =) Da weiss ich nämlich auch noch nicht wie ich das überleben soll. Aber tschaka… wird schon. Si? no? Da igual, la vida sigue si o si!

Gestern war ich mich Johnny und Mauricio bei einem kleinen Theaterstück, „Ich will nicht sterben!“. Es ging um familiäre Gewalt, von der es leider viel gibt in Südamerika. Das 45-minütige Stück, aufgeführt von drei Chilenen(innen) soll die Menschen hier ermutigen, sich nicht alles gefallen zu lassen. Es wurde zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen und besonders die Frauen wurden ermutigt, Gewalt nicht zu verschweigen und zu verharmlosen. Sehr gute Aktion wie ich finde. Das Publikum gestern bestand hauptsächlich aus Militärs und Polizisten mit ihren Familien, sowie den wichtigen Persönlichkeiten von Natales.

Und damit wir die Tradition nicht vergessen, muss ich euch erneut von den Leckereien erzählen, die uns Johnny täglich zaubert! Johnny ist Koch und wird die kommende Saison in einem der Hotels im Nationalpark arbeiten. Zur Zeit wohnt er jedoch auch im Casa Lili und versorgt die ganze Belegschaft. Die Highlights der vergangenen Mahlzeiten waren zum Beispiel: ein riesen Sack frisch aus dem Meer gefischter Miesmuscheln (Chorros, Zapatos), roh und gekocht serviert! Noch besser war das Cerviche vom (ebenso frischen) Lachs! *sabber* roher Lachssalat mit Zwiebeln und einem Kräuterdressing… Dann gabs passend zu dem sch*** kalten Wetter einen superleckeren Guizo de lentejas (Linseneintopf) in Kombi mit meinem „Ensalada de Bete raga“ (Salat, Rote Beete, Tomate, Ei, Zwiebel, geriebene Möhre + Joghurt-Zitronen-Dressing). Mal sehen, was es heute für ein „Koch-Duell“ gibt!! Macht echt Spaß für so viele Leute zu kochen. Wir sind… mal eben durchzählen… ähm, meistens zwischen 6-8 Personen. Ausserdem: wer kocht, braucht nicht abwaschen! hi hi 🙂

Heute abend werde ich evtl. mal ins Hotel Indigo gehen und mich von Conny bekochen lassen oder einfach nur nen Pisco Sour mit ihr trinken. Conny hat die letzte Saison im Restaurant „Cielo de palos“ gearbeitet, zusammen mit Cristián. Die beiden haben mir viel geholfen in der Zeit, wo ich mein Praktikum geschmissen hatte und auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung war.

Tia… ansonsten ist hier alles ganz relaxt und ich lache mich oft über Iwok, den Chowchow im Casa Lili kaputt. Ein einziges niedliches Wollknäul… lol.

Bis bald… nos vemos pronto

amanecer en Natales

Eigentlich steht man im Urlaub ja nicht zu so unchristlichen Zeiten auf, aber als ich rein zufällig um 6 Uhr früh das erste Mal in den neuen Tag hineingeblinzelt habe, bin ich fast aus dem Hochbett gefallen!!! Wow, nix wie raus aus den Federn, Hose an, Kamera schnappen und runter an den Strand rennen…. ein Puls von 200 und Endorphinausschüttung wie bei nem Fallschirmsprung (auch wenn ich noch nie einen gemacht habe, aber muss ähnlich sein. hi hi) – und das nur vom gucken, nicht vom zum Strand rennen!!! Was für ein Sart in den Tag! 🙂 Feliz!

la Patagonia *hüpf-spring-freu*

uiii, da is der September schon fast wieder um. ahhh!!! Aber die Sonne scheint an einem strahlend blauen blauuuu blauuuuu blaaaaaauen patagonischen Himmel mit einem Pazifik-Anden-Pnorama der Extraklasse!!! Herrrrlisch, sag ich euch…Da tankt das Duracellhäschen wieder auf! Aber nun fangen wir mal von vorne an, nachdem ihr schonmal wisst, dass es mir gut geht und es soooooooooooooooo wunderbar schön hier ist hi hi…

Also nach den Empanada-reichen Feiertagen am Strand von Riñaca und Concon in Viña, war ich drei Tage lang „Tante Lina“ in Santiago. Der kleine Nahuel ist auf die Welt gekommen und fährt schon gelegentlich in seinem schicken ‚cochecito‘, das mit mir einmal um die halbe Welt gereist ist, durch die Gegend. 😉 Ausser Tante sein und im Winterschlussverkauf herumstöbern, habe ich nicht viel unternommen in Santiago. War alles ganz gemütlich und gesellig.

Am 24. September habe ich mich dann morgens um kurz nach acht mit meinen zwei Täschchen in die Metro gequetscht… rush hour ist echt eine schei** Zeit um zum Flughafen zu kommen. norf… die Metro ist sooooooo voll, unglaublich! Alle welt strömt in die Stadt und zur Arbeit. Die Wagons sind regelrecht vollgefropft und ich war ganz froh, dass ich einen rucksack auf dem rücken und meine tasche vorm bauch hatte, so blieb wenigstens ein bisschen platz zum atmen. echt krass.. die metrotüren schliessen sich und die leute kleben mit der backe an der scheibe. 🙂 Hab’s aber geschafft und bin dann mit einer Gruppe von chilenischen Judo-kindern nach Punta Arenas geflogen. Neben mir sass der kleine Juan und hat mir die ganze Zeit irgendwas erzählt. War aber nett. Der Judoclub zahlt den Kindern die Reisekosten und so können sie zumindest innerhalb von Chile zu Turnieren fliegen und lernen gleichzeitig ihr Land kennen. Juan kam bspw aus Antofagasta im hohen Norden und flog nun zum ersten Mal ganz in den Süden nach Patagonien! Coole Aktion.

In Punta Arenas hab ich glücklicherweise noch den letzten Platz im Transferbus vom Flughafen zum Zentrum erwischt – auf dem Beifahrersitz vorne im Bus.. Puh, nach zwei Stunden Warterei gab’s auch endlich einen Bus nach Natales, so dass ich abends um 20 nach einer laaaangen Reise (2700km) endlich in meiner Lieblingshospedaje ‚Casa Lili‘ angekommen bin. Hier war gleich wieder „Tante Lina“-Alarm… Auch Juan und Josefina haben Nachwuchs: die drei Monate alte Lili. Sie sieht ein bisschen aus wie ein rosa Michelinmännchen und dank der lieben tante Lina besitzt sie nun eine kushelige Fleecedecke mit Marienkäferoptik. 🙂 Den ersten Abend haben wir gemütlich ein Filmchen geguckt, bevor ich mich am nächsten Tag mit Juan und Mauricio daran gemacht habe, die Zimmerchen für den kommenden Touristenansturm vorzubereiten. So werde ich wohl die nächsten paar tage ein bisschen mithandwerkeln und ausserdem den Garten fürs Camping herrichten: neuen Rasen sähen, die feuerstelle schick herrichten, Bäume schneiden, das Dach reparieren usw.

Donnerstag ist die Navimag wie gewohnt in den kleinen Hafen eingelaufen und ich habe wieder ein paar alte Kollegen getroffen. Mauricio Mimiza, einer meiner Chefs, hat sich sehr gefreut mich wiederzusehen und von dem Fotobuch geschwärmt. hi hi… nächsten Donnerstag will er mich zum Kaffee einladen. Diesen Do war ich abends mit den drei Chicas, die zur Zeit als Guides an Bord arbeiten, in der Bar Toore und wir haben viel gelacht und erzählt. Cristóbal der Besitzer der Bar hat mich auch gleich wieder erkannt… ähem..

Soooo und hier pfeift grad der Wind durch die Ritzen, da fröstelt’s trotz Sonnenschein. Brrr… Zeit für einen Tee und irgendeine Art von Betätigung. Vielleicht den Garten umgraben? Mal sehen.. 🙂

Liebe Grüße
das Linchen

vamos a la playa…

So´n Ozean vor der Haustür ist schon was feines… 🙂

Man beachte die halbueberspuelten Leute auf den beiden Bildern mit den Sonnenschirmchen.. hi hi Es war einfach zu schön. *grins*

Heute werde ich das huebsche Riñaca leider verlassen und nochmal einen Abstecher zu Edgardo und Anke machen. Nahuel wurde geboren! Jetzt kommt Tante Lina… hi hi Am Mittwoch dann fliege ich gaaaaaaaaanz bis in Süden *hüpf-hüpf-freu* nach Patagonien!


~ Wolfssocke ~

Blogpause - und leider auch Reisepause. (23/02/2010) Pausa! Actualmente estoy en jena en mi casa, intentando de terminar mi carrera akademika en la universidad... una tarrea sin fin. :) Nos vemos..

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